Wenn eins nicht fehlen darf, ist es der Junggesellenabschied

Auch wir standen vor der großen Frage, sollen wir unseren Junggesellenabschied feiern oder nicht. Der große Tag stand kurz bevor, alle Vorbereitungen waren getroffen, blieb allenfalls noch eine Sache: der Junggesellenabschied! Anstatt mit den Kumpels einfach nur über den Daumen Häuser zu ziehen und neue Bestmarken in Sachen Bierkonsum aufzustellen, können für den Mann der Stunde lang gehegte Träume Wirklichkeit werden. Von PS-starken Offroad-Abenteuern im Panzer oder auf dem Quad bis hin zu Outdoor-Events mit Übernachtung in der freien Wildbahn und Grenzerfahrungen wie einem Bungee-Sprung ist alles möglich. Künftige Ehefrauen möchten die Restzeit bis zum Ja-Wort schließlich auch in vollen Zügen genießen. Der Junggesellenabschied ist kein Phänomen der Neuzeit, sondern ein Hochzeitsbrauch, der bis in die Antike zurückreicht. Schon vor Tausenden zwischen 80 und scheintot war es bei einigen Kulturen üblich, eine Feier vor der Hochzeitszeremonie zu veranstalten. Der Junggesellenabschied, wie wir ihn heute kennen, ist allerdings relativ neu und hierzulande nach dem Vorbild der USA übernommen. Üblicherweise handelt es sich um ausgelassene Partys, bei denen Frauen und Männer getrennt losziehen, sich ordentlich einen hinter die Binde gießen und es herzlich noch einmal so richtig krachen lassen, bevor sie vor den Traualtar treten.

Aber wer zahlt den Junggesellenabschied? Junggesellenabschied – wer zahlt? Er zählte auch für uns zu den wichtigsten Abenden und sollte gut geplant sein. Beim Junggesellenabschied verabschiedet man sich offiziell von welchem Single zureichen und heißt das neue Eheglück willkommen. Doch schon so bald man an den Junggesellenabschied denkt, stellt man sich eine Frage: Junggesellenabschied – wer zahlt? Wer plant und finanziert eigentlich einen der aufregendsten Abende für Braut/ Bräutigam? Ich hatte alle Hände voll zu tun mit den eigentlichen Hochzeitsvorbereitungen, da mein Brautkleid Änderungsschneiderei nach Köln bringen musste. Als ersten und wichtigsten Schritt zum reibungslosen Junggesellenabschied, wird ein verantwortungsbewusster Trauzeuge festgelegt. Denn in Summe übernimmt der Trauzeuge die Planung des gesamten Abends. So können Sie sich zurücklehnen und überraschen lassen. Natürlich dürfen Sie Wünsche und Vorschläge einbringen, der Abend wird Ihnen zu Liebe geschmissen.

Mindestens 12 Wochen vor der Hochzeit sollte feststehen, ob die Braut oder der Bräutigam sich einen Junggesellenabschied wünscht. Oftmals kann sich die Junggesellin oder der Junggeselle zu keiner Entscheidung für oder gegen einen JGA durchringen. In diesem Fall können die Trauzeugen ruhig mit ein bisschen Nachdruck erklären, dass sie für die Vorbereitungen des JGAs genügend Zeit benötigen und deshalb möglichst früh anfangen möchten. Hat sich die Braut oder der Bräutigam für einen Junggesellenabschied entschieden, so sollte umgehend der Planung begonnen werden. Ungefähr 8 Wochen vorm Junggesellenabschied sollte eine Liste der Teilnehmer erstellt werden und diese informiert werden, dass ein Junggesellenabschied ansteht. Idealerweise sollte in diesem Zug auch schon das geplante Datum für den Junggesellenabschied kommuniziert werden, so, dass die Teilnehmer schon zu- oder absagen können bzw. sich den Tag freihalten können. Geschätzt Kommunikation untereinander zu erleichtern, sollten sich die Teilnehmer über soziale Netzwerke vernetzen und E-Mail-Adressen austauschen. Wenn das Datum und die Teilnehmerliste für den JGA steht, sollte ausführlich geplant werden, wie genau der Abschied vom Junggesellendasein begeisterte Aufnahme finden soll. Ideen für den Junggesellenabschied gibt es viele, angefangen von welcher Kneipentour mit lustigen Spielen bis hin zum Wochenende in neben anderen die großen Partymetropolen.